Immobilienakquise-Tools für Makler: Welches Tool passt zu welchem Prozess?
Immobilienakquise-Tools erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Ein CRM organisiert Kontakte, ein Lead-Generator gewinnt neue Anfragen, ein Marktbeobachtungs-Tool zeigt Akquisechancen und eine Bewertungslösung liefert die Datenbasis für das Eigentümergespräch. Welche Software sinnvoll ist, hängt vom größten Engpass im eigenen Akquiseprozess ab.

Immobilienakquise besteht aus mehreren Schritten: Markt beobachten, Akquisechancen erkennen, Eigentümerkontakte gewinnen, Leads bearbeiten, Immobilien bewerten und Eigentümergespräche vorbereiten.
Für fast jeden Schritt gibt es unterstützende Softwarelösungen. Doch nicht jedes Immobilienakquise-Tool erfüllt dieselbe Aufgabe.
Ein CRM organisiert Kontakte. Ein Lead-Generator gewinnt neue Anfragen. Ein Marktbeobachtungs-Tool zeigt Akquisechancen. Eine Bewertungslösung liefert die Datenbasis für das Eigentümergespräch.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt davon ab, welcher Schritt im eigenen Prozess gerade der Engpass ist.
Was ist eine Immobilienakquise Software?
Eine Immobilienakquise Software unterstützt Makler bei einem oder mehreren Schritten der Eigentümer- und Objektakquise, etwa bei Marktbeobachtung, Lead-Gewinnung, Kontaktbearbeitung, Immobilienbewertung oder Gesprächsvorbereitung.
Entscheidend ist nicht, welche Software die meisten Funktionen bietet, sondern welches konkrete Problem sie im eigenen Prozess löst.
Die wichtigsten Arten von Immobilienakquise Software
| Software-Kategorie | Hauptaufgabe | Beispiele |
|---|---|---|
| Makler-CRM | Kontakte, Immobilien und Aufgaben verwalten | onOffice, Propstack |
| Lead-Generator | Neue Eigentümerkontakte gewinnen | PriceHubble Lead Generator, BOTTIMMO |
| Akquise- und Vertriebssoftware | Leads strukturiert bearbeiten | onpreo |
| Marktbeobachtungs-Tool | Angebote und Marktbewegungen erkennen | DeepImmo Immobilienangebotsfinder |
| Bewertungs- und Beratungslösung | Werte, Vergleichsobjekte und Preisstrategien aufbereiten | DeepImmo, Sprengnetter, PriceHubble |
Hinweis: Die Grenzen zwischen den Kategorien sind fließend – viele Anbieter decken mehr als eine Kategorie ab.
Makler-CRM: Kontakte und Prozesse organisieren
Ein Makler-CRM verwaltet Kontakte, Immobilien, Aufgaben, Kommunikation und Vermarktungsprozesse. Gesprächsverläufe lassen sich dokumentieren, Wiedervorlagen anlegen und Zuständigkeiten verteilen.
Es beantwortet vor allem die Frage: Wie bearbeiten wir einen bestehenden Kontakt effizient?
Detaillierte Marktanalysen, Vergleichsobjekte oder Preisstrategien sind dagegen meist nicht der Schwerpunkt eines CRM.
Lead-Generatoren: Neue Eigentümerkontakte gewinnen
Lead-Generatoren ermöglichen es, interessierte Eigentümer über digitale Angebote zur Kontaktaufnahme zu bewegen. Typische Werkzeuge sind Online-Immobilienbewertungen, Quizze oder Ratgeber auf der eigenen Website, oft ergänzt um Landingpages, Social-Media-Inhalte und automatisierte E-Mail-Strecken. Manche Anbieter sprechen auch bestehende Kontakte erneut an, etwa mit Informationen zur Wertentwicklung ihrer Immobilie.
Akquise- und Vertriebssoftware: Leads strukturiert bearbeiten
Akquise- und Vertriebssoftware hilft, Kontakte systematisch bis zum möglichen Verkaufsauftrag weiterzuentwickeln. Typische Funktionen sind Akquise-Pipelines, Wiedervorlagen, automatisierte Follow-ups und Lead-Qualifizierung.
Die Grenze zum CRM ist fließend – spezialisierte Akquisesoftware konzentriert sich jedoch stärker auf die Gewinnung neuer Verkaufsmandate als auf die laufende Objektverwaltung.
Marktbeobachtungs-Tools: Verkaufschancen erkennen
Nicht jede Akquise beginnt mit einem ausgefüllten Formular. Makler können auch beobachten, welche Immobilien neu angeboten werden, wie lange Objekte online sind oder wo Preise reduziert wurden.
Marktbeobachtungs-Tools machen solche Entwicklungen sichtbar und ermöglichen es, potenzielle Akquiseanlässe systematisch zu erkennen. Aus den gewonnenen Informationen lassen sich Marktanalysen, Beratungsangebote oder weitere Schritte im Akquiseprozess ableiten.
Bewertungs- und Beratungslösungen: Mit Daten überzeugen
Sobald ein Eigentümerkontakt entstanden ist, beginnt der beratende Teil der Akquise. Eine einzelne Wertangabe reicht dabei häufig nicht aus.
Für die Einordnung einer Preisempfehlung können die Bewertungsmethode, geeignete Vergleichsobjekte und die aktuelle Marktsituation wichtige Anhaltspunkte liefern. Auch die Frage, wie unterschiedliche Angebotspreise die potenzielle Käufernachfrage beeinflussen könnten, spielt bei der Entwicklung einer Preisstrategie eine Rolle.
Bewertungs- und Beratungslösungen bereiten diese Zusammenhänge verständlich auf. Sie ersetzen nicht die Maklerexpertise, sondern schaffen eine nachvollziehbare Datengrundlage für das Gespräch.
Welches Tool ist wann sinnvoll?
Die Auswahl sollte beim größten Engpass beginnen:
- Zu wenige Eigentümerkontakte → Lead-Generatoren oder Marktbeobachtung
- Unübersichtliche Kontakte und Aufgaben → Makler-CRM
- Leads werden nicht konsequent bearbeitet → Akquise- und Vertriebssoftware
- Akquisechancen werden zu spät erkannt → Marktbeobachtungs-Tool
- Preisempfehlungen sind schwer zu begründen → Bewertungs- und Beratungslösung
In der Praxis spielen mehrere Systeme zusammen.
Einzellösungen oder All-in-One-System?
Einzellösungen sind sinnvoll, wenn ein Maklerbüro spezielle Anforderungen hat und bereits mit einer gut verbundenen Softwarelandschaft arbeitet.
Eine All-in-One-Lösung für die Akquise bietet sich an, wenn mehrere Schritte auf denselben Objekt- und Marktdaten aufbauen, etwa Marktbeobachtung, Vergleichsobjekte, Bewertung und Eigentümerberatung. Statt Daten zwischen mehreren Einzeltools zu übertragen, arbeitet der Makler in einem System, in dem diese Schritte bereits miteinander verbunden sind.
Eine solche Lösung übernimmt dabei nicht jede administrative CRM-Funktion. Entscheidend ist die Schnittstelle zum bestehenden Makler-CRM.
Welche Rolle übernimmt DeepImmo in der Akquise?
DeepImmo ist als All-in-One-Lösung für die Immobilienakquise aufgebaut und verbindet zentrale Schritte in einer Plattform: von der Suche nach relevanten Angeboten und der Marktbeobachtung über Vergleichsobjekte bis hin zu Immobilienbewertung und Eigentümerberatung.
Der Schwerpunkt liegt auf der Frage: Welche Verkaufschance ist relevant, und mit welchen Daten kann der Makler den Eigentümer fundiert beraten?
Dafür stellt DeepImmo unter anderem Markt- und Objektdaten, Vergleichsobjekte, Preisverläufe, Nachfrage- und Finanzierbarkeitsinformationen sowie Lage- und Zielgruppenanalysen bereit – gestützt auf mehr als eine Milliarde Datenpunkte.
Das bestehende Makler-CRM kann weiterhin die organisatorische Grundlage bilden: Mit onOffice bietet DeepImmo aktuell eine bidirektionale CRM-Synchronisierung. Objekt-, Kontakt- und Aktivitätsdaten werden dabei in beide Richtungen abgeglichen, sodass Informationen nicht doppelt gepflegt werden müssen. Weitere CRM-Anbindungen, z. B. zu Propstack, folgen.
Fazit
Das beste Immobilienakquise-Tool ist nicht automatisch die Software mit den meisten Funktionen. Besonders wirkungsvoll wird die Akquise, wenn die einzelnen Prozessschritte sinnvoll zusammenspielen – und wenn die Wahl beim tatsächlichen Engpass ansetzt, nicht bei der Feature-Liste.