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    Immobilienakquise-Tools für Makler: Welches Tool passt zu welchem Prozess?

    Immobilienakquise-Tools erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Ein CRM organisiert Kontakte, ein Lead-Generator gewinnt neue Anfragen, ein Marktbeobachtungs-Tool zeigt Akquisechancen und eine Bewertungslösung liefert die Datenbasis für das Eigentümergespräch. Welche Software sinnvoll ist, hängt vom größten Engpass im eigenen Akquiseprozess ab.

    Louisa BrunnerVeröffentlicht am 7 Min.
    Immobilienakquise-Tools für Makler: Welches Tool passt zu welchem Prozess?

    Immobilienakquise besteht aus mehreren Schritten: Markt beobachten, Akquisechancen erkennen, Eigentümerkontakte gewinnen, Leads bearbeiten, Immobilien bewerten und Eigentümergespräche vorbereiten.

    Für fast jeden Schritt gibt es unterstützende Softwarelösungen. Doch nicht jedes Immobilienakquise-Tool erfüllt dieselbe Aufgabe.

    Ein CRM organisiert Kontakte. Ein Lead-Generator gewinnt neue Anfragen. Ein Marktbeobachtungs-Tool zeigt Akquisechancen. Eine Bewertungslösung liefert die Datenbasis für das Eigentümergespräch.

    Welche Lösung sinnvoll ist, hängt davon ab, welcher Schritt im eigenen Prozess gerade der Engpass ist.

    Was ist eine Immobilienakquise Software?

    Eine Immobilienakquise Software unterstützt Makler bei einem oder mehreren Schritten der Eigentümer- und Objektakquise, etwa bei Marktbeobachtung, Lead-Gewinnung, Kontaktbearbeitung, Immobilienbewertung oder Gesprächsvorbereitung.

    Entscheidend ist nicht, welche Software die meisten Funktionen bietet, sondern welches konkrete Problem sie im eigenen Prozess löst.

    Die wichtigsten Arten von Immobilienakquise Software

    Software-KategorieHauptaufgabeBeispiele
    Makler-CRMKontakte, Immobilien und Aufgaben verwaltenonOffice, Propstack
    Lead-GeneratorNeue Eigentümerkontakte gewinnenPriceHubble Lead Generator, BOTTIMMO
    Akquise- und VertriebssoftwareLeads strukturiert bearbeitenonpreo
    Marktbeobachtungs-ToolAngebote und Marktbewegungen erkennenDeepImmo Immobilienangebotsfinder
    Bewertungs- und BeratungslösungWerte, Vergleichsobjekte und Preisstrategien aufbereitenDeepImmo, Sprengnetter, PriceHubble

    Hinweis: Die Grenzen zwischen den Kategorien sind fließend – viele Anbieter decken mehr als eine Kategorie ab.

    Makler-CRM: Kontakte und Prozesse organisieren

    Ein Makler-CRM verwaltet Kontakte, Immobilien, Aufgaben, Kommunikation und Vermarktungsprozesse. Gesprächsverläufe lassen sich dokumentieren, Wiedervorlagen anlegen und Zuständigkeiten verteilen.

    Es beantwortet vor allem die Frage: Wie bearbeiten wir einen bestehenden Kontakt effizient?

    Detaillierte Marktanalysen, Vergleichsobjekte oder Preisstrategien sind dagegen meist nicht der Schwerpunkt eines CRM.

    Lead-Generatoren: Neue Eigentümerkontakte gewinnen

    Lead-Generatoren ermöglichen es, interessierte Eigentümer über digitale Angebote zur Kontaktaufnahme zu bewegen. Typische Werkzeuge sind Online-Immobilienbewertungen, Quizze oder Ratgeber auf der eigenen Website, oft ergänzt um Landingpages, Social-Media-Inhalte und automatisierte E-Mail-Strecken. Manche Anbieter sprechen auch bestehende Kontakte erneut an, etwa mit Informationen zur Wertentwicklung ihrer Immobilie.

    Akquise- und Vertriebssoftware: Leads strukturiert bearbeiten

    Akquise- und Vertriebssoftware hilft, Kontakte systematisch bis zum möglichen Verkaufsauftrag weiterzuentwickeln. Typische Funktionen sind Akquise-Pipelines, Wiedervorlagen, automatisierte Follow-ups und Lead-Qualifizierung.

    Die Grenze zum CRM ist fließend – spezialisierte Akquisesoftware konzentriert sich jedoch stärker auf die Gewinnung neuer Verkaufsmandate als auf die laufende Objektverwaltung.

    Marktbeobachtungs-Tools: Verkaufschancen erkennen

    Nicht jede Akquise beginnt mit einem ausgefüllten Formular. Makler können auch beobachten, welche Immobilien neu angeboten werden, wie lange Objekte online sind oder wo Preise reduziert wurden.

    Marktbeobachtungs-Tools machen solche Entwicklungen sichtbar und ermöglichen es, potenzielle Akquiseanlässe systematisch zu erkennen. Aus den gewonnenen Informationen lassen sich Marktanalysen, Beratungsangebote oder weitere Schritte im Akquiseprozess ableiten.

    Bewertungs- und Beratungslösungen: Mit Daten überzeugen

    Sobald ein Eigentümerkontakt entstanden ist, beginnt der beratende Teil der Akquise. Eine einzelne Wertangabe reicht dabei häufig nicht aus.

    Für die Einordnung einer Preisempfehlung können die Bewertungsmethode, geeignete Vergleichsobjekte und die aktuelle Marktsituation wichtige Anhaltspunkte liefern. Auch die Frage, wie unterschiedliche Angebotspreise die potenzielle Käufernachfrage beeinflussen könnten, spielt bei der Entwicklung einer Preisstrategie eine Rolle.

    Bewertungs- und Beratungslösungen bereiten diese Zusammenhänge verständlich auf. Sie ersetzen nicht die Maklerexpertise, sondern schaffen eine nachvollziehbare Datengrundlage für das Gespräch.

    Welches Tool ist wann sinnvoll?

    Die Auswahl sollte beim größten Engpass beginnen:

    • Zu wenige Eigentümerkontakte → Lead-Generatoren oder Marktbeobachtung
    • Unübersichtliche Kontakte und Aufgaben → Makler-CRM
    • Leads werden nicht konsequent bearbeitet → Akquise- und Vertriebssoftware
    • Akquisechancen werden zu spät erkannt → Marktbeobachtungs-Tool
    • Preisempfehlungen sind schwer zu begründen → Bewertungs- und Beratungslösung

    In der Praxis spielen mehrere Systeme zusammen.

    Einzellösungen oder All-in-One-System?

    Einzellösungen sind sinnvoll, wenn ein Maklerbüro spezielle Anforderungen hat und bereits mit einer gut verbundenen Softwarelandschaft arbeitet.

    Eine All-in-One-Lösung für die Akquise bietet sich an, wenn mehrere Schritte auf denselben Objekt- und Marktdaten aufbauen, etwa Marktbeobachtung, Vergleichsobjekte, Bewertung und Eigentümerberatung. Statt Daten zwischen mehreren Einzeltools zu übertragen, arbeitet der Makler in einem System, in dem diese Schritte bereits miteinander verbunden sind.

    Eine solche Lösung übernimmt dabei nicht jede administrative CRM-Funktion. Entscheidend ist die Schnittstelle zum bestehenden Makler-CRM.

    Welche Rolle übernimmt DeepImmo in der Akquise?

    DeepImmo ist als All-in-One-Lösung für die Immobilienakquise aufgebaut und verbindet zentrale Schritte in einer Plattform: von der Suche nach relevanten Angeboten und der Marktbeobachtung über Vergleichsobjekte bis hin zu Immobilienbewertung und Eigentümerberatung.

    Der Schwerpunkt liegt auf der Frage: Welche Verkaufschance ist relevant, und mit welchen Daten kann der Makler den Eigentümer fundiert beraten?

    Dafür stellt DeepImmo unter anderem Markt- und Objektdaten, Vergleichsobjekte, Preisverläufe, Nachfrage- und Finanzierbarkeitsinformationen sowie Lage- und Zielgruppenanalysen bereit – gestützt auf mehr als eine Milliarde Datenpunkte.

    Das bestehende Makler-CRM kann weiterhin die organisatorische Grundlage bilden: Mit onOffice bietet DeepImmo aktuell eine bidirektionale CRM-Synchronisierung. Objekt-, Kontakt- und Aktivitätsdaten werden dabei in beide Richtungen abgeglichen, sodass Informationen nicht doppelt gepflegt werden müssen. Weitere CRM-Anbindungen, z. B. zu Propstack, folgen.

    Fazit

    Das beste Immobilienakquise-Tool ist nicht automatisch die Software mit den meisten Funktionen. Besonders wirkungsvoll wird die Akquise, wenn die einzelnen Prozessschritte sinnvoll zusammenspielen – und wenn die Wahl beim tatsächlichen Engpass ansetzt, nicht bei der Feature-Liste.

    Häufig gestellte Fragen

    Nicht zwingend, aber häufig sinnvoll. Wichtig ist, dass alle relevanten Aufgaben – Organisation, Lead-Gewinnung, Bearbeitung, Marktbeobachtung, Bewertung – abgedeckt sind und die Systeme ohne unnötige doppelte Datenpflege zusammenspielen, etwa über eine CRM-Synchronisierung.

    Bei der Softwareauswahl können für Einzelmakler und kleinere Maklerbüros insbesondere Funktionsumfang, laufende Kosten und Integrationsmöglichkeiten relevant sein. Lösungen, die mehrere Akquiseschritte miteinander verbinden, können den Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen reduzieren. DeepImmo bietet beispielsweise einen Einstieg ab 99 Euro monatlich. Der Pro-Tarif mit Immobilienbewertung, Vergleichsobjekten und erweiterten Marktanalysen beginnt bei 159 Euro monatlich, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer. Ob eine solche Lösung sinnvoll ist, hängt vom bestehenden Softwareeinsatz und den individuellen Anforderungen ab.

    Eine feste Grenze gibt es nicht. Entscheidend ist weniger die Zahl der Mitarbeitenden als der Engpass im eigenen Prozess. Schon ein Einzelmakler kann profitieren, wenn Recherche, Bewertungsvorbereitung oder das Nachfassen von Kontakten regelmäßig viel Zeit kosten. Bei größeren Teams kann zusätzlich relevant sein, wie Informationen geteilt, Zuständigkeiten organisiert und einheitliche Beratungsprozesse gestaltet werden.